MdB Thomas Viesehon besichtigt landwirtschaftlichen Betrieb:

Fürstenberger Weidenhof setzt Maßstäbe

 Betriebsinhaber Gerhard Buckert, CDU-Bundestagsabgeordneter Thomas Viesehon und Anton Buckert vor der Biogasanlage des Weidenhofes in Lichtenfels-Fürstenberg (v.l.n.r.).
Betriebsinhaber Gerhard Buckert, CDU-Bundestagsabgeordneter Thomas Viesehon und Anton Buckert vor der Biogasanlage des Weidenhofes in Lichtenfels-Fürstenberg (v.l.n.r.).
 

Beim Besuch des Weidenhofes der Familie Buckert im Lichtenfelser Stadtteil Fürstenberg konnte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon von der Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft überzeugen. Der 25-jährige Agraringenieur Anton Buckert hatte den Wahlkreisabgeordneten Anfang des Jahres in Berlin im Rahmen eines mehrwöchigen Top-Kurses der landwirtschaftlich ausgerichteten Andreas-Hermes-Akademie kennengelernt und ihn auf den heimischen Familienbetrieb eingeladen. Gemeinsam mit seinem Vater Gerhard stellte er nun Viesehon, der selbst aus einem Vollerwerbsbetrieb stammt, bei einem Rundgang die einzelnen Bereiche und Anlagen des Betriebes vor. Neben den Stallungen, in denen mittlerweile rund 130 Milchkühe mit entsprechender Nachzucht gehalten werden, stand besonders die hofeigene Biogasanlage im Blickpunkt des Besichtigungstermins.
Im Bereich der Milchkühe beeindruckte den CDU-Vertreter besonders die Haltung von hornlosen Tieren, die durch gezielte Besamung erreicht wurde. Dies ermöglicht die schonende artgerechte Gruppenhaltung im Offenstall ohne die sonst übliche manuelle Enthornung der Nachzucht. In Kombination mit Tierbürsten, Luftverwirbelung, Abkalbestall und weiteren - dem Tierwohl dienenden - baulichen Maßnahmen setze der Weidenhof Maßstäbe für die moderne bäuerliche Tierhaltung, so Viesehon.
Gleiches gelte auch für die Biogasanlage, die als teilweisen Silageersatz mit einem hohen Anteil an Festmist arbeitet. Rund 50 Landwirte aus der Region nutzen die Möglichkeit, ihren Mist ganzjährig auf die wasserschutzrechtlich abgenommene Außenanlage anliefern zu können und müssen damit keine vergleichbaren Lagerflächen auf ihren eigenen Höfen vorhalten. Im Gegenzug bekommen sie bei Bedarf Gärprodukte zur Düngung ihrer bewirtschafteten Flächen zurück.
Gerhard und Anton Buckert erläuterten in diesem Zusammenhang, welche Maßnahmen umgesetzt werden mussten und noch müssen, um das Ziel von 750 Kilowatt installierter Leistung durch die 2010 ans Netz gegangene und seit dem mehrfach erweiterte Anlage zu erfüllen. Im Bereich der erneuerbaren Energien zeichnet sich der Weidenhof darüber hinaus durch eine 65 kWp-Photovoltaikanlage und die Nutzung der Biogasabwärme in vier Hackschnitzel-Containern aus. Abgerundet wird das ganze durch eine eigens für den Hof und die Biogasanlage konzipierte Kläranlage, die mit externer Fachbegleitung angelegt wurde und als Vorbild für weitere vergleichbare Standorte dienen soll.
Thomas Viesehon lobte das Engagement der Familie Buckert und ihrer Mitarbeiter. "Der Weidenhof ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich ein landwirtschaftlicher Betrieb mit mutigen Entscheidungen und harter Arbeit zukunftsfähig aufstellen kann. Zudem wird hier ein bedeutender Beitrag zur Energiewende in unserer Region geleistet. Gerade die Grundlast- und Speicherfähigkeit von Biogasanlagen macht sie zu einer exzellenten Ergänzung der Stromproduktion aus den anderen erneuerbaren Energien", so der örtliche Bundestagsabgeordnete abschließend.

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