CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg und Armin Schwarz informieren sich bei Jobcenter-Geschäftsführer Reinhold Lohmar

Entwicklung insgesamt sehr positiv, Herausforderungen durch Flüchtlinge bleiben

Von links: MdL Claudia Ravensburg, Martina Neumann (Jobcenter, Integration von Flüchtlingen), MdL Armin Schwarz, Jobcenter-Geschäftsführer Reinhold Lohmar.
Von links: MdL Claudia Ravensburg, Martina Neumann (Jobcenter, Integration von Flüchtlingen), MdL Armin Schwarz, Jobcenter-Geschäftsführer Reinhold Lohmar.
 Zu einem Informationsbesuch trafen sich die CDU-Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz mit dem Geschäftsführer des Jobcenters, Reinhold Lohmar.

„Das Jobcenter Waldeck-Frankenberg betreut derzeit 7961 Personen, davon 5731 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 2230 nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte, wie z. B. Kinder unter 15 Jahren und Rentenbezieher. Von den 5731 Erwerbsfähigen sind2099 als arbeitslos gemeldet, darunter 1520 Flüchtlinge. Der Vergleich zum April 2006 macht die positive Entwicklung deutlich: damals sind 11735 Personen in der Betreuung gewesen, 8647 davon waren erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Wichtiges Handlungsfeld für 2017 ist eine möglichst schnelle und nachhaltige Integration in Arbeit. Dieser ist besonders hohe Priorität einzuräumen,“ so Geschäftsführer Reinhold Lohmar. Daneben gelte es, den Abbau und die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit und die Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung und Arbeit im Fokus zu behalten. Dabei sei die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Arbeitgeber-Kunden und deren Vertrauen in die Dienstleistungen der BA ein wichtiger Baustein bei Stellenbesetzungsprozessen am Markt, die wiederum wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Integrationsarbeit seien, erklärt Lohmar weiter.

„Aktuell sind von den 1520 erwerbsfähigen leistungsberechtigten Flüchtlingen 402 arbeitslos und 712 arbeitssuchend. Diese besuchen z. B. Integrationskurse und andere Maßnahmen. Hauptherkunftsländer der anerkannten und bereits im Bezug von Leistungen der Grundsicherung befindlichen Flüchtlinge sind Syrien und Eritrea mit insgesamt 1116 Personen.“ Andere Nationen, wie z. B. Irak, Iran, Afghanistan, Äthiopien, Pakistan und Somalia stagnierten bei rund 400 Personen. Im Wochendurchschnitt meldeten sich derzeit nach Anerkennung 40 Personen. Der Bestand habe sich seit März 2016 vervierfacht, weil die Flüchtlinge erst nach Erlangung des Anerkennungsstatus und Erwerb von Sprachkenntnissen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden. Über 98 % hiervon hätten keine in Deutschland anerkannte, bzw. vergleichbare Berufsausbildung. Rund 80 % fehle die lateinische Alphabetisierung.

MdL Armin Schwarz: „Das Jobcenter erfüllt eine herausragende und wichtige Aufgabe, sowohl für Unternehmen wie für die Kunden. Mit Blick auf die besondere Aufgabe bei der Integration von Flüchtlingen in den hochqualifizierten deutschen Arbeitsmarkt liegt noch eine lange Wegstrecke vor uns. Sprache und Arbeit sind die Grundlage für eine gelingende Integration. Daher dürfen wir bei dieser Kraftanstrengung nicht nachlassen.“

„Für die hervorragende Arbeit des Jobcenters Waldeck-Frankenberg, insbesondere bei der Integration der Flüchtlinge, bedanken wir uns herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Bewertung durch die Kunden als eines der besten Jobcenter Deutschlands ist für diese Arbeit eine herausragende Bestätigung“, so MdL Claudia Ravensburg abschließend.

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