CDU-Kreistagsfraktion fordert bürgerfreundliches Vorgehen bei der Entsorgung von Baum- und Strauchschnitt


Waldeck-Frankenberg. In hohem Maße verärgert zeigt sich die CDU-Kreistagsfraktion über die jüngst öffentlich diskutierten Probleme bei der Entsorgung von Baum- und Strauchschnitt im Bereich Bad Arolsen und Twistetal. Verantwortlich sei dafür in erster Linie der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Waldeck-Frankenberg mit dem Abfalldezernenten Erstem Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf an der Spitze, so Fraktionsvorsitzender Karl-Friedrich Frese. Teilweise seit Jahrzehnten betreiben zahlreiche Städte und Gemeinden Schredder- oder Lagerplätze, wo die Bürger Baum- und Strauchschnitt anliefern können, der dann von Zeit zu Zeit unter der Regie der Kreisabfallwirtschaft geschreddert und verwertet wird. Aber seit etwa einem Jahr sei ein klarer Kurswechsel erkennbar: Es wird nach Genehmigungen gesucht für die Schredder-/Lagerplätze und den Städten und Gemeinden werden neue, kostenträchtige Auflagen gemacht. Ganz offensichtlich soll latent versucht werden, den Betrieb der Schredderplätze so zu verkomplizieren, dass die Städte und Gemeinden zu deren Schließung gezwungen sind, mindestens aber enormen personellen, sachlichen und finanziellen Aufwand betreiben müssen, um das bewährte und bürgernahe Angebot für eine ordnungsgemäße Entsorgung von Baum-und Strauchschnitt aufrechterhalten zu können, vermutet die CDU-Kreistagsfraktion. Probleme mit den Schredderplätzen gebe es nämlich inzwischen überall im Kreisgebiet. Die Folge werde sein, dass Baum- und Strauchschnitt vermehrt im Naturraum abgelagert werden, befürchtet die CDU. Die CDU-Kreistagsfraktion fordert den Ersten Kreisbeigeordneten und die Leitung des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft auf, sich ihrer Verpflichtung zu bürgerfreundlicher Dienstleistung zu stellen und schnellstens unbürokratisch dafür zu sorgen, dass die bewährte Entsorgung von Baum- und Strauchschnitt endlich weitergeführt werden kann. Die Abkehr von der Dienstleistung durch die kostenträchtige Einforderung neuer Standards sei der eindeutig falsche Weg.

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