Einzigartige Mikwe als Kulturdenkmal angemessen erhalten


VOLKMARSEN. Auf Initiative des CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Viesehon waren kürzlich die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und der örtliche Landtagsabgeordnete Armin Schwarz in Viesehons Heimatstadt Volkmarsen, um sich insbesondere einen Eindruck von dem vor kurzem entdeckten und freigelegten jüdischen Ritualbad („Mikwe“) im Gewölbekeller des Hauses „Steinweg 24“ zu verschaffen.

Ernst Klein, Vorsitzender des Vereins „Rückblende - Gegen das Vergessen e.V.“ und Bürgermeister Hartmut Linnekugel empfingen die CDU-Politiker und gaben ihnen einen Überblick über die bisherige Vorgehensweise bei den Grabungen in dem mindestens 500 Jahre alten archäologischen Objekt. Alle Beteiligten waren sich einig, dass nun verstärkt überlegt werden müsse, wie die in der Region einzigartige Mikwe als Kulturdenkmal angemessen erhalten werden kann und zukünftig gegebenenfalls einer größeren interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

Kühne-Hörmann, Schwarz und Viesehon konnten sich anschließend auch in der Dauerausstellung „Deutsch-Jüdisches Leben in unserer Region im Lauf der Jahrhunderte“ im Haus Dr. Bock in der Kasseler Straße von der emsigen und professionellen Arbeit des Vereins Rückblende überzeugen. Die CDU-Politiker würdigten die bisher geleistete Arbeit von Klein und seinen Vereinsmitgliedern als einen unschätzbaren Dienst bei der Erforschung des Judentums in Volkmarsen und den angrenzenden hessischen und westfälischen Regionen. Damit könne die Erinnerung an jüdisches Leben und die Bedeutung, die die Juden für die Entwicklung vieler Städte gehabt haben, wach gehalten werden. Zugleich lobten die Abgeordneten den Einsatz des Vereins für seinen Beitrag zur Aussöhnung und Völkerverständigung.

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