Kreistagsfraktion besichtigt Steinbruch der Firma Rohde und Adorfer Klippe

Waldeck-Frankenberg. Zu einer Besichtigung des Steinbruchs der Firma Rohde und der „Adorfer Klippe“ traf sich die CDU Kreistagsfraktion zusammen mit Mitgliedern des CDU Kreisvorstandes.

Geoparkführer Gerd Rosenkranz führte die Gruppe zunächst zum ehemaligen Tagebauort am nordöstlichen Rand des Martenberg mit der „Adorfer Klippe“. Die Martenbergklippe ist vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege als geologisches Naturdenkmal eingetragen. Die ca. acht Meter hohe Klippe, im Volksmund auch „Rosenschlösschen“ genannt, enthält Spuren von weit über 300 Millionen Jahre alten versteinerten Meerestieren und Pflanzen. Armin Schwarz: „Die Region um Adorf hat ein geologisches Alleinstellungsmerkmal. Über die Landesgrenzen hinaus ist die Martenbergklippe für ihre Gesteinsschichten bekannt. Nicht umsonst wird der Martenberg jedes Jahr von unzähligen Geologiestudenten zu Forschungszwecken besichtigt.“ Direkt im Anschluss ging es zu Fuß in den Steinbruch der Firma Rohde. Der Steinbruch, in dem DIABAS Naturstein abgebaut wird, wurde 1954 eröffnet. Am Standort sind heute 13 Mitarbeiter fest angestellt. Die Gewinnung der Natursteine erfolgt durch Großbohrlochsprengungen, bei denen ca. 10000-50000 Tonnen Gestein pro Sprengung freigelegt werden. Pro Sprengung werden zwischen 1800 – 9000 kg Sprengstoff verwendet. Der Strombedarf für die Aufbereitung liegt bei ca. 1.500.000 KWh pro Jahr, der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge bei ca. 280.000 Liter Diesel pro Jahr. Die Gesteinskörnungen werden hauptsächlich von den Baufirmen der Region und dem Baubetrieb der Fa. Rohde in Korbach im Umkreis von bis zu 50 km verarbeitet. Der Neubau der Gesteinsaufbereitung im Jahr 2014/2015 stellt eine der größten Einzelinvestitionen der Fa. Rohde GmbH dar. Die CDU Waldeck Frankenberg begrüßt die Investitionen der Fa. Rohde. Sie leistet mit ihrem Bekenntnis zur Region einen wichtigen Beitrag für die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Waldeck-Frankenberg und die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen. Zusätzlich betreibt die Fa. Rohde am Standort Adorf seit 1958/59 eine Asphaltmischanlage, die bis zu 190 Tonnen Heißasphalt pro Stunde produzieren kann. Um Energiekosten zu minimieren hat die Fa. Rohde im Jahr 2008 in eine neue Anlagentechnik investiert, die es erlaubt, die Anlage anstatt mit Heizöl mit Braunkohlestaub befeuern zu können. An der Asphaltmischanlage sind über 50 verschiedene Asphaltrezepturen hinterlegt. „Der Abbau von Rohstoffen direkt vor Ort und die Vernetzung des Betriebs in der Region sind ein bedeutender Standortfaktor für den Straßenbau in Waldeck-Frankenberg. Gerade im ländlichen Raum sind wir unbedingt auf ordentliche Straßen angewiesen. Dazu leistet die Fa. Rohde GmbH, auch mit ihrem Steinbruch, einen wichtigen Beitrag“, so CDU Kreistagsfraktionsvorsitzender Karl-Friedrich Frese.

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