Landtagsabgeordnete und Frauenunion bei der Bundeswehr in Frankenberg

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung besuchte am Montag, 10. Juni 2013,  Frau Abgeordnete Claudia Ravensburg den Bundeswehrstandort Frankenberg (Eder).

Gemeinsam mit 20 Damen der Frauenunion Waldeck-Frankenberg informierte sich Frau Ravensburg bei aktiven Soldaten über die Situation der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei wurden im Besonderen die Arbeit des Familienbetreuungszentrums sowie die Problematik PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) durch Kurzvorträge beleuchtet.

Nach der Begrüßung durch den Kommandeur EloKaBtl 932, Oberstleutnant Elmar Henschen, stellten sich  einige Soldaten mit interessanten Beiträgen vor. Oberstabsfeldwebel Thomas Platt referierte umfassend über das Familienbetreuungszentrums Frankenberg (Eder) und die Unterstützungstätigkeiten für die Angehörigen der Einsatzsoldaten. Er erklärte, dass sich die Unterstützung nicht nur auf Einsatzsoldaten beschränkt, sondern durchaus auch aktiv bei alltäglichen Problemen am Standort durch die Zusammenarbeit im „Netzwerk der Hilfe“ Anwendung findet.

Anschließend legte Frau Christiane Denfeld-Busche vom Bundeswehrdienstleistungs-zentrum Homberg (Efze) die Problematik PTBS offen und konnte den interessierten Zuhörerinnen an ausgewählten Beispielen einen Einblick in die Betreuungsarbeit durch den Sozialdienst der Bundeswehr vermitteln.

Durch die Beiträge von Hauptbootsmann Claudia H., die von ihren sehr persönlichen Erfahrungen als weiblicher Soldat im militärischen Alltag am Standort aber auch im ISAF-Einsatz berichtete, wurde den Zuhörerinnen der Soldatenberuf aus weiblicher Perspektive verdeutlicht. 

Hauptfeldwebel Christian N., berichtete, wie auch der anwesende Kompaniefeldwebel der 1. Kompanie, Hauptfeldwebel Björn H., als unmittelbar Betroffener des Selbstmordanschlages auf einen Bus der Bundeswehr in Kabul im Jahr 2003, von diesem dramatischen Vorfall. Durch gezielte Fragen seitens der Frauenunion wurde der Nachmittag zu einem wahren Informationsaustauch. 

Eine abschließende kurze Besichtigung der Räumlichkeiten des Familienbetreuungs-zentrums mit dem integrierten Eltern-Kind-Arbeitszimmer innerhalb der Burgwald-Kaserne rundete die Veranstaltung ab.

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