CDU Kreistagsfraktion gegen Schließung der kleinen Grundschulen

Besuch der Grundschule Freienhagen v.l.n.r. Armin Schwarz MdL, Jürgen Vollbracht CDU, Schulleiter Sven Eisenberg, Schulelternbeirat Martin Schwechel, Reinhard Rausch CDU, Claudia Ravensburg MdL, Angela Dingel-Padberg CDU.
Besuch der Grundschule Freienhagen v.l.n.r. Armin Schwarz MdL, Jürgen Vollbracht CDU, Schulleiter Sven Eisenberg, Schulelternbeirat Martin Schwechel, Reinhard Rausch CDU, Claudia Ravensburg MdL, Angela Dingel-Padberg CDU.
Die CDU-Kreistagsfraktion wird die Schließungspläne für die kleinen Grundschulen aufgrund des Sanierungsbedarfs in Eppe, Rhena und Freienhagen nicht mittragen, das teilte die schulpolitische Sprecherin der CDU Kreistagsfraktion Claudia Ravensburg nach einer Besichtigung der zu Diskussion stehenden Grundschulen in Eppe, Rhena und Freienhagen mit.

raktionsvorsitzender Karl-Friedrich Frese äußert sich sehr verwundert über vorgelegten Sanierungskosten. „Wir können den plötzlich unausweichlichen und sofortigen Sanierungsbedarf in Millionenhöhe nicht nachvollziehen. Die CDU setzt sich für eine verlässliche Schulpolitik ein. Damit ist verbunden, dass wir zu unserer Zusage stehen, die kleinen Grundschulen solange bestehen zu lassen, solange noch zwei Klassen gebildet werden können. Die Bildung von Schulverbünden halten wir für einen sinnvollen Weg zur Zusammenarbeit, “ so Frese. „Bei unseren Besuchen haben wir bei Eltern und Schulleitungen durchaus Verständnis dafür erfahren, dass bei den Schulstandorten Eppe, Rhena und Freienhagen nur die notwendigen Erhaltungsaufwendungen gemacht werden. Allerdings sehen auch wir in Freienhagen aus Brandschutzgründen die Notwendigkeit, den Computerraum aus dem Keller ins Erdgeschoss zu verlegen. Da dort ausreichend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, sind nur geringe Investitionen für die Vernetzung der 15 Arbeitsplätze notwendig. Bei unserem Besuch in Freienhagen konnten wir uns davon überzeugen, dass die Schülerinnen und Schüler ansonsten beste räumliche Bedingungen haben. Eine Grundsanierung kann man angesichts der weiter sinkenden Geburtenzahlen nicht verantworten. Das weiß auch der Kreisausschuss. So deuten wir die Haushaltsvorlage mit den Sanierungsplänen in Millionenhöhe als Sargnagel, um die Standorte gegen den Elternwillen sofort zu schließen. Das ist mit uns nicht zu machen. Wir stehen zu unserem Grundsatz: Kurze Beine, kurze Wege, betont CDU Kreisvorsitzender Armin Schwarz, MdL. Handlungsbedarf besteht in Augen der CDU Kreistagsfraktion allerdings am Schulstandort Sachsenhausen. Die vorgelegten Sanierungskosten des Gebäudemanagements von über 2 Mio. für das Grundschulgebäude seien nach der Besichtigung der Räumlichkeiten durchaus nachvollziehbar. Zudem besteht auch am Standort der Haupt- und Realschule insbesondere energetischer Sanierungsbedarf. Zukünftig will sich die Schule zu einer Ganztagsschule weiterentwickeln. Hierzu ist die Schaffung entsprechender Räumlichkeiten, insbesondere einer Kantine erforderlich. Vorbildlich hat die Schule bereits jetzt einen Mittagstisch und Ganztagsangebote eingerichtet für die Förderstufe. Des Weiteren verfügt die MPS über ein gut ausgestattetes Angebot an Fachräumen und Werkstätten für die berufliche Orientierung. Schulleiter Imhoff betonte, dass sich die Schule in ihrem Schulprofil künftig noch stärker der Berufsorientierung Gewicht geben wollen. Für die Sicherung der Arbeitsplätze in der Stadt Waldeck sei eine starke Mittelpunktschule mit einem guten Schulangebot unabdingbar. Das sehen auch die beiden Waldecker Kreistagsabgeordneten Jürgen Vollbracht und Reinhard Rausch so und betonen: „Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass dem Kreistag ein Sanierungs- und Zukunftsentwicklungskonzept für den gesamten Schulstandort in Sachsenhausen vorgelegt wird. Hierbei ist auch die Frage zu klären, ob aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen wirklich beide Standorte saniert werden oder nicht die Investitionen für eine optimale Sanierung des Hauptstandortes mit allen Möglichkeiten des Ganztagsangebotes der bessere Weg sei, zumal bereits jetzt Klassenräume für die Integration der Grundschule zur Verfügung stünden . Jetzt habe man genügend Zeit, um die künftige Schulsituation in der Stadt Waldeck zu planen und alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen in die Wege zu leiten, denn Waldeck und Freienhagen können noch fortbestehen und mit Höringhausen steht ein zusätzlicher Grundschulstandort zur Verfügung, der erst vor wenigen Jahren optimal saniert worden ist,“ stellt Karl-Friedrich Frese für die Kreistagsfraktion fest.

Nach oben