Der Frankenberger Stadtverband der CDU hat Margarete Strauss für fünfundsechzigjährige Mitgliedschaft geehrt. Margarete Strauss war im Jahre 1946 Gründungsmitglied der CDU Deutschlands und trägt die Mitgliedsnummer 219. Aus diesem Anlass erhielt sie eine Ehrenurkunde, ausgestellt und unterzeichnet von der Vorsitzenden der CDU Deutschlands, Bundeskanzlerin Angela Merkel, und dem Vorsitzenden der CDU Hessen, Ministerpräsident Volker Bouffier.

Der Vorsitzende der Frankenberger Christdemokraten, Rainer Hesse, gratulierte Margarete Strauss und bezeichnete sie als Zeitzeugin deutscher Geschichte: „Es sind Männer und Frauen wie Frau Strauss, die unser Vaterland nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges wieder aufgebaut haben. Diese Generation hat sich in besonderer Weise um Deutschland verdient gemacht. Margarete Strauss steht für diese goldene Generation.“
Er selbst habe Margarete Strauss stets als Optimistin mit Zivilcourage kennengelernt, erklärte Hesse: „Frau Strauss Leben war oft genug von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet. Beginnend mit dem Verlust der ostpreußischen Heimat. Dennoch ist sie immer wieder aufgestanden. Auch das zeichnet Frau Strauss aus.“
Der Bezirksvorsitzende der CDU Kurhessen-Waldeck und Bundestagsabgeordnete, Bernd Siebert, ist Margarete Strauss schon seit vielen Jahrzehnten freundschaftlich verbunden: „Ich kenne Margarete Strauss schon aus den Anfangszeiten meiner politischen Laufbahn in den siebziger Jahren. Sie war schon damals eine beeindruckende Persönlichkeit und eine Galionsfigur der Frankenberger CDU.“
Margarete Strauss begann ihre kommunalpolitische Tätigkeit in Frankenberg zu Beginn der siebziger Jahre. Von 1974 bis 1981 war sie Stadtverordnete, von 1977 bis 1981 als Fraktionsvorsitzende. Von 1977 bis 1984 war sie als Schöffin in Marburg tätig. Von 1983 bis 1987 war Margarete Strauss zudem stellvertretende Vorsitzende der CDU Frankenberg und von 1987 bis 1989 Stadträtin.
In der Kommunalpolitik habe sie sich stets durch Sachverstand und Kompetenz ausgezeichnet, erinnerte Siebert.
Der Ehrenvorsitzende der CDU Waldeck-Frankenberg, Lutz Klein, nannte Frau Strauss ein Vorbild für die gesamte CDU: „Margarete Strauss ist eine wahre Preußin im besten Sinne des Wortes.  In ihrem Wirken ist sie unverzichtbar für die Sache der Christdemokratie in Frankenberg und der gesamten Region.“
Hesse, Siebert und Klein erinnerten auch an Frau Strauss Engagement als Kreisvorsitzende des Bundes der Vertriebenen. Margarete Strauss habe sich in ihrer Zeit als Vorsitzende des BDV von 1981 bis 2001 stets für die Sache der Heimatvertriebenen eingesetzt. Sichtbarstes Zeichen dieses Kampfes sei der Gedenkstein im Garten des Landratsamtes.
„Mit Lebensweisheit und Größe“ habe Margarete Strauss sich oft genug für die Gesellschaft engagiert. Als bekennende Ostpreußin, so Hesse, Siebert und Klein abschließend, könne für Frau Strauss Leben nur der berühmte Satz Friedrichs des Großen stehen: „Ich will der erste Diener meines Staates sein.“
Nicht an der Ehrung teilnehmen konnte der gesetzliche Betreuer von Margarete Strauss, Karl-Heinz Bastet. Der frühere Vorsitzende der Frankenberger Christdemokraten hatte vor etwa sechs Jahren, auf Frau Strauss persönlichen Wunsch hin, ihre Betreuung übernommen.
BU: Seit 1946 im Einsatz für die CDU: Margarete Strauss (Mitte) mit (v.l.n.r.) Rainer Hesse, Lutz Klein, Bernd Siebert und Werner Klinge.

 

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