Frauenunion Arolsen-Korbach widmet sich dem Thema Weiterbildung in einer Podiumsdiskussion

Waldeck-Frankenberg ist gut aufgestellt in der Beruflichen Bildung

Das lebenslange Lernen ist heute unabdingbar. Wenn wir langfristig als wohlhabende Region bestehen wollen, brauchen wir ein gutes Weiterbildungsangebot, betonte Angela-Dingel-Padberg in Ihren Begrüßungsworten. Das Anwerben von dringend benötigten Fachkräften von außerhalb ist sehr schwierig. "Um so wichtiger ist es, unseren Bürgern gute und hochwertige Bildungsangebote anzubieten, um sich weiter zu qualifizieren", betont Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg. Darüber war sie sich auch mit den Podiumsteilnehmern den Schulleitern der Beruflichen Schulen im Kreis, den Geschäftsführern der Kreishandwerkerschaft und IHK im Kreis sowie dem Leiter Bildung des Landkreises einig.

Stolz könne man darauf sein, dass Waldeck-Frankenberg im jüngsten Spiegelbericht zur Bildungsrepublik Deutschland hervorragend im Bereich der Beruflichen Bildung abgeschnitten habe. Unser Bildungsangebot im Kreis kann sich sehen lassen, so sei gerade das Handwerk im Kreis seit Jahrzehnten, z.B. mit den Meisterkursen, der Motor der Weiterbildungsangebote, betonte Gerhard Brühl von der Kreishandwerkerschaft. Gleichzeitig wünschen sich alle Podiumsteilnehmer noch deutlich mehr Weiterbildungswillige. Lebenslanges Lernen ist keine Frage des Geldbeutels, stellen die Podiumsteilnehmer fest. Für die Berufsrückkehrerinnen gibt es staatlich geförderte Programme. Zudem werden neben den Qualifizierungsmaßnahmen der Jobcenter für Hartz IV Empfänger auch für Geringverdiener Weiterbildungsmaßnahmen öffentlich gefördert.

In einem kurzen Vortrag stellte Ravensburg die großen Bildungsanbieter im Kreis vor und sprach die verschiedenartigen Bildungsmöglichkeiten an, die individuell auf Bildungssuchende, wie Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmer oder auf Berufsrückkehrer/innen oder Arbeitnehmer zugeschnitten sind, die sich neben ihrem Beruf weiterbilden wollen. Den Durchblick durch den Bildungsdschungel soll das Projekt Hessencampus bieten, das vom Land seit 4 Jahren gefördert wird. Ziel muss sein, eine Bildungsplattform zu bilden, wo Bildungssuchende auf die Möglichkeiten zur individuellen Bildungsberatung hingewiesen werden und einen Überblick über das Bildungsangebot im Kreis erhalten. So gibt es in Frankenberg, Korbach, Bad Arolsen und Bad Wildungen Bildungsberater, die Weiterbildungswillige beraten. Aber noch zu wenige kennen dieses Angebot. Leider findet hier immer noch keine ausreichende Vernetzung der Homepages der Bildungspartner und der Homepage von Hessencampus statt. Claudia Ravensburg vertritt die Auffassung, dass die Aufgabe des Kreises sein müsse, diese Vernetzung zu moderieren und zu organisieren. Wir können uns nicht erlauben, Parallelstrukturen aufzubauen oder Menschen von Bildung abzuhalten, weil sie den Zugang zu den Angeboten nicht finden. Wir haben ein ausgezeichnetes Bildungsangebot, aber wir brauchen eine Anlaufstelle, wo man sich über alle Bildungswege im Kreis informieren kann, ist der Wunsch der Frauenunion, den Sitzungsleiterin Angela Dingel-Padberg zum Schluss der Veranstaltung formulierte.

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