CDU-Kreistagsfraktion trifft sich mit der Bürgerinitiative „Rettet die Wohrateiche“

 

Mit Vertretern der Bürgerinitiative „Rettet die Wohrateiche“ trafen sich Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion an der historischen Teichanlage im Naturschutzgebiet oberes Wohratal. Wie die Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes unlängst beschlossen hat, sollen die Wohrateiche bald Geschichte sein. Nach dem sogenannten „Schlitzen“ der Dämme, wird es die Teiche nicht mehr geben. Begründet werde die Maßnahme u. a. mit den hohen Kosten für eine Sanierung und mit der Bedrohungssituation, sollten die Dämme bei einer extremen Hochwasserlage einmal brechen. Die Bürgerinitiative sieht indes ein Bedrohungsszenario, wie es dargestellt wird, nicht gegeben. Wie Gertraude Wenz von der BI erklärt, seien selbst für den Fall, dass die Dämme nicht standhalten sollten, ausreichend Flächen vorhanden, das Wasser aufzunehmen. Die Kosten hierfür veranschlage der LWV mit rund 1,1 Mio. Euro. Dass der LWV als Eigentümer des Naturschutzgebietes die Aufgabe der Teiche als Renaturierungsmaßnahme deklariere, sei für die BI nicht zu verstehen. Schließlich seien die Teiche der zentrale Bestandteil des rund 70 ha großen Naturschutzgebietes. Fraktionsvorsitzender Timo Hartmann: „Die Wohrateiche sind ein einzigartiger Ort im Kellerwald und für die Menschen in Haina und der Umgebung Teil ihrer Heimat. Hier soll ein wunderschönes Naturschutzgebiet aufgegeben werden. Und Rainer Opper, Kreistagsabgeordneter aus Gemünden, ergänzt: „Was geschieht, wenn die Teiche trocken liegen? Von dem idyllischen Fleckchen mitten im Wald bleibt dann unwiederbringlich nichts mehr übrig. Wir begrüßen deshalb ausdrücklich das Engagement der Bürgerinitiative und würden uns wünschen, dass sich auch die Naturschutzverbände einbringen.“ Ebenso begrüße die CDU-Kreistagsfraktion, dass sich die BI mit einer Petition an den Hessischen Landtag gewandt habe. Im Rahmen der Petition werde die Rechtslage eingehend geprüft.

 

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